{"id":2817,"date":"2015-05-19T10:55:14","date_gmt":"2015-05-19T09:55:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.juergenhoffmann.net\/?p=2817"},"modified":"2018-05-23T09:03:22","modified_gmt":"2018-05-23T08:03:22","slug":"vergnugte-grabenarbeiten-mit-drei-augen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.juergenhoffmann.net\/?p=2817","title":{"rendered":"Vergn\u00fcgte Grabenarbeiten mit drei Augen"},"content":{"rendered":"<p>Den ganzen M\u00e4rz spielte sich mein musikalisches Wirken erheblich tiefer ab als \u00fcblich. Nein, ich bin nat\u00fcrlich nicht ins Lager der Bassisten desertiert. Vielmehr hatte ich das ausgesprochene Vergn\u00fcgen, vierzehn Vorstellungen von Monty Pythons &#8220;Spamalot&#8221; aus dem Orchestergraben heraus begleiten zu d\u00fcrfen. Und ein Vergn\u00fcgen war es wahrlich auf mehreren Ebenen. Es war ein Vergn\u00fcgen, mit der \u00fcberaus netten und sakrisch kompetenten Band zu spielen. Es war ein Vergn\u00fcgen *h\u00fcstel*, mal wieder vom Blatt zu spielen &#8211; wenigstens, als ich erstmal meine eingerosteten Blattlesekenntnise wieder halbwegs aufpoliert hatte. H\u00f6chst vergn\u00fcglich war es auch, mit drei Augen alle f\u00fcr den guten Ton n\u00f6tigen Informationen zu sammeln: Eines der Augen richtet sich aufs\u00a0 Notenblatt, eines auf den Kollegen, der die Eins\u00e4tze gibt und eines auf das B\u00fchnengeschehen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.juergenhoffmann.net\/wp-content\/Spamalot_Band11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-2819\" title=\"Spamalot_Band1\" src=\"https:\/\/www.juergenhoffmann.net\/wp-content\/Spamalot_Band11-1024x379.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/www.juergenhoffmann.net\/wp-content\/Spamalot_Band11-1024x379.jpg 1024w, https:\/\/www.juergenhoffmann.net\/wp-content\/Spamalot_Band11-300x111.jpg 300w, https:\/\/www.juergenhoffmann.net\/wp-content\/Spamalot_Band11.jpg 1767w\" sizes=\"auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und der Gipfel des Vergn\u00fcgens war es, dem hervorragenden Ensemble bei der Arbeit zuzusehen. Mehr als einmal habe ich den Einsatz verpasst, weil ich lachen mu\u00dfte wie ein volles Theater. Apropos volles Theater: Alle Vorstellungen waren ausverkauft oder fast ausverkauft. Was weiter meine Laune weiter gehoben hat, war die Tatsache, da\u00df f\u00fcr vierzehn Vorstellungen nur zweimal auf und abgebaut werden mu\u00dfte. Und da\u00df ich nur 15 Minuten Fahrt zum Spielort hatte. Und da\u00df das Theaterpublikum nicht die Eigenart hat, einem nach der ersten Pause betrunkenerweise auf die Schuhe zu k\u00fcbeln, um einem dann in einer Fuselwolke den Arm um die Schulter zu legen und zu erz\u00e4hlen, da\u00df der Sohnemann auch Gitarre spielt. Und. Und. Und.<\/p>\n<p>Bl\u00f6derweise hat die niegelnagelneue Intendanz f\u00fcr die n\u00e4chste Spielzeit das komplette k\u00fcndbare k\u00fcnstlerische Personal gefeuert, so da\u00df ich f\u00fcr das zum Scheitern verurteilte Modell &#8220;St\u00e4ndig Ausverkauftes Haus durch Musical&#8221; und somit auch meine Teilnahme daran leider keine Zukunft sehe. Soll hei\u00dfen: Ich verstehe nicht, warum man einen Kassenmagneten amputiert. Aber so ist das mit der Sicht aus dem Graben heraus. Vielleicht fehlt mir das vierte Auge f\u00fcr die gro\u00dfen Zusammenh\u00e4nge.<\/p>\n<p>Jedenfalls war ich dabei, als sich dieses Ensemble\u00a0 das Herz aus dem Leib getanzt und gespielt hat, als w\u00e4re es das letzte Mal. Weil es eben das letzte Mal war. Und jetzt Schlu\u00df mit dem Gesinge.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.juergenhoffmann.net\/wp-content\/Spamalot6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft  wp-image-2821\" title=\"Spamalot6\" src=\"https:\/\/www.juergenhoffmann.net\/wp-content\/Spamalot6-1024x379.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/www.juergenhoffmann.net\/wp-content\/Spamalot6-1024x379.jpg 1024w, https:\/\/www.juergenhoffmann.net\/wp-content\/Spamalot6-300x111.jpg 300w, https:\/\/www.juergenhoffmann.net\/wp-content\/Spamalot6.jpg 1271w\" sizes=\"auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dank f\u00fcr die tollen Bilder an <a href=\"mailto:\/\/thomas.bachmann@stadt.bamberg.de\">Thomas Bachmann<\/a><br \/>\nngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den ganzen M\u00e4rz spielte sich mein musikalisches Wirken erheblich tiefer ab als \u00fcblich. Nein, ich bin nat\u00fcrlich nicht ins Lager der Bassisten desertiert. 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