When the days get cooking gonna grab my toys – and it really doesn’t matter which band I’m with, mal frei nach Clint Black.
Auch in diesem Sommer habe ich wieder das Vergnügen, mit allen möglichen Kollegen in diversen Formationen Musik machen zu dürfen. Es ist mal wieder alles dabei, vom Clubgig bis zum Festival, vom Dinnerjazz über Rock zum Country. Langweilig wird es also sicher nicht.
So geht es am 19.5. mit Amarillo zum Countryfest Bücheloh, Anfang Juni mit Wulli & Gang zur Bergk
irchweih Erlangen (28.5. Birkners, 1/2/3.6. Entlas), mit dem Wilden Pilger und Wulli&Sonja zum Bierfest im Burggraben in Nürnberg (6/7/10.6). Dazwischen am 8.6. mit Amarillo zum Countryfestival Kötz.
Soweit erstmal die Vorschau bis zur ersten Junihälfte, danach kommen noch mehr tolle Gigs, die meisten fest gebucht – unter anderem Fürth Festival mit Wilder Pilger Deluxe. Ein paar sind noch in Verhandlung. Ich freue mich sehr auf schöne Gigs, coole Festivals, nette Kollegen. Immer unsicher: hoffentlich gibt es gutes Wetter und vernünftige Verpflegung. Summer’s coming. Und zwar ordentlich.
Ewig habe ich jetzt nichts mehr aufgenommen, und jetzt war ich innerhalb kürzester Zeit an drei Produktionen beteiligt – zu meinem großen Vergnügen.
Begonnen hat es im Dezember damit, daß ich für Susann Schönfeld einen Track für Ihr neues Album eingespielt habe – bei Massimo Collu in Nürnberg. Gehört habe ich das Ergebnis noch nicht, bin aber schon sehr gespannt.
Kurz drauf bat mich die Kölner Bassistin und Sängerin Alexandra Krings, die Gitarre für das erste Album des Projektes “Lobster House” beizusteuern, was ich mir natürlich nicht zweimal sagen ließ. Roots & Americana, akustisch und ohne Schnickschnack – reinhören lohnt sich!
Last not least dann gerade erst eine Woche WilgerPilgerDeluxe Wahnsinn – mit Christian Tournay, Alexandra Krings, Michael Stahl und natürlich dem Pilger. Eine knappe Woche haben wir uns im Studio von Romin Katzer vergnügt, seinen äußerst empfehlenswerten Milchkaffee genossen, Katzenhaufen gesucht und die Nummern des Pilgers zerlegt und wieder zusammengesetzt. Eine sehr harmonische, konstruktive und ergiebige Woche war das. Die Band gab es vorher so nicht, aber die Chemie hat von Anfang an gestimmt. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf das Endergebnis, das aber wohl noch etliche Wochen auf sich warten lässt – schneiden, mischen, overdubben, pressen, labeln, Cover gestalten – das zieht sich eben. Bemerkenswert für mich war, daß ich für die gesamte Scheibe nicht ein einziges Effektgerät benutzt habe. Das Rezept war Gitarre -> Kabel -> Amp, und ich habe nichts vermißt.
Mein Dank an alle, mit denen ich Musik machen durfte – es hat wieder riesigen Spaß gemacht, und ich denke, die Ergebnisse können sich hören lassen.
Ein paar Eindrücke aus dem Studio nachstehend, ein Videotagebuch dieser Aufnahmesession findet sich hier und auf den dort folgenden Seiten.
Es ist mal wieder so weit. Exakt vor einem Jahr habe ich diesen Artikel geschrieben, und fast genauso passiert es auch dieses Jahr wieder. In trauter Einmütigkeit finden zur gleichen Zeit in Berlin die CountryMusikMesse und CountryMusikMeeting statt – letzteres nach Aussage des Veranstalters mit qualitativ besserem Programm (Truck Stop, Larry Schuba u.v.a.). Das möge nun ein jeder für sich bewerten… Nett jedoch dieses Jahr: Wer bei der CMM spielt, darf auf dem CMM nicht antreten. Umgekehrt ist es ähnlich: wer auf dem CMM spielt, darf sich auf der CMM keinen Stand anmieten. Eine von beiden Veranstaltungen darf sich übrigens nicht
mit ” CMM” abkürzen, das hat Ihr die andere CMM verboten. Mir aber nicht, ich darf abkürzen, wie ich will. Wer jetzt nicht gleich alles kapiert hat: In der Süddeutschen ist es nochmal erklärt.
Den Nutzen für die teilnehmenden Bands kann ich aus der Musikerfroschperspektive eh nicht ganz nachvollziehen. Ich spiele ja nun als Springer vom Dienst auf den Messen üblicherweise 3 bis 5 Slots pro Messe mit verschiedenen Formationen . Daß Bands von Veranstaltern gehört und daraufhin gebucht worden wären, ist eher eine Randerscheinung – und das ist noch geschmeichelt, in den letzten 4 Jahren ist zumindest mir kein einziger Fall gewärtig. So etwas würde sich doch rumsprechen, meint man. Da hat doch tatsächlich – haste nich gehört – der soll tatsächlich ne Buchung – tuschel – ääääh – nein. Das Publikum zahlt, die Bands zahlen, die Aussteller zahlen, die Fans zahlen darüber hinaus ordentlich via Telefonvoting zum deutschen Countrypreis. Das muß wohl der Aufschwung sein. Irgendwo schwingt da irgendwer auf. Sollte man meinen.
Ist mir aber ist das ziemlich egal, da *ich* nicht von Veranstaltern gebucht werde und auch keinen Messestand miete, sondern von den Bands gebucht werde, und das hat eigentlich immer ganz gut geklappt.
Ich düse in der überaus angenehmen Begleitung des Kollegen Christian Tournay am Samstag, den 4.2. in seinem komfortablen Volvo zur CMM (wie welche… ach ja, die im Postbahnhof). Die Slots:
13:30 mit Travis Truitt & Band,
16:50 mit Lobster House und
17:30 mit Gitty, die auf der letzten Messe den Preis für die Sängerin des Jahres abgeräumt hat – und dieses Jahr auch wieder nominiert ist.
Dann geht es wieder auf die Autobahn, um nach Süden in den verpassten Sonnenuntergang zu fahren, ganz getreu Sebbos Song “The highway never ends”. Nach 18 Stunden, 3 Gigs und 1000 km sind wir dann wieder zuhause. Muckerpack, faules.
Wie jedes Jahr ist mein musikalisches Wirken im Dezember geprägt von Weihnachtsfeiern jeglicher Coleur, gerne auch betrieblichen. Besäonders deutlich wird das ab dem 15.12. – zunächst in München mit der Ronny Nash Band bei einer Firmenfeier, wo meditativer und besinnlicher Bluegrass gegeben wird.
Weihnachtliche Gnade wäre am 16.12. nicht schlecht – hier kommt es wahrscheinlich dicke. Gegen 13 Uhr gibt Mountarillo auf der Weihnachtsfeier der Firma Schöller in Nürnberg meditativen und besinnlichen Honkytonk von sich. Open Air. Um 13:00, also zeitgleich, ist der Höhepunkt des für diesen Tag erwarteten meditativen und besinnlichen Orkans. Na ja, besser als letztes Jahr bei dieser Veranstaltung: Da herrschten -15C und es gab alkoholfreien Glühwein. Seitdem weiß ich genau: der gemeine Heizpilz ist der Stimmung von Holzinstrumenten genauso abträglich wie unverbleiter Glühwein der Stimmung der Belegschaft.
Samstag, den 17.12. bin ich dann mit Amarillo im Lucky in Fürth, wo meditativer und besinnlicher New Country gegeben wird. Und am Sonntag, den 18.12. um 18:04 dann mit Wulli & Sonja im (!) Henningerkeller – tief im Berg, im Gewölbe. Meditatives und besinnliches, wenn ich mich nicht täusche.
Samstag dann das letzte Konzert innerer Einkehr der 2011er Vorweihnachtszeit. Im Strohalm mit Wulli und Co wird eingekehrt, innerlich. Mit nachdenklichem Rock’n Roll. Und zwar kräftig. Hosianna.
